Campingtrip Tag 1 Melbourne – Lorne

Melbourne -Lorne

Als ich früh morgens aus dem Hotel ausgecheckt habe, machte ich mich mit dem Zug auf den Weg zu der Verleihstation, wo ich meinen Camper abholte. Hier lernte ich ein deutsches Paar kennen, welche bereits seit mehr als 10 Jahren zum Campen nach Australien kommen und mir ein paar Tipps für den Alltag geben konnten. Im heurigen Jahr ist die Situation leider ein wenig angespannt, da zahlreiche Campingurlauber auch von den Buschfeuern betroffen sind. Somit werden die restlichen Routen umso mehr frequentiert sein.

Nachdem ich meinen Camper bekam und auf diesen eingewiesen wurde, machte ich mich auf den Weg in Richtung Great Ocean Road, welche jedes Jahr von Millionen Touristen besucht wird.

Der erste Stopp ausserhalb Melbournes war Torquay, die Surfstadt am Bella Beach woher auch die bekannten Surfmarken Quicksilver und Billabong stammen. Dort einen kleinen Stopp eingelegt ging es weiter die Great Ocean Road entlang bis Lorne.

Start der Great Ocean Road nahe Torquay
Great Ocean Road
Bells Beach

Nach einigen Stopps entlang der der Küstenstrasse bin ich nun in der Surfstadt Lorne angekommen. Eine kleine aber feine Stadt, wo sich Cafés und Strandpubs nebeneinander reihen und zahlreiche Surfer ihr Können auf den Wellen zeigen.

Lorne

Als ich nun die Küstenstadt ein wenig erkundet habe wurde es Zeit, einen passenden Schlafplatz zu finden. Ich machte mich auf die Suche nach einigen Campingplätzen und fragte dort nach verfügbaren Plätzen. Leider ist momentan Hochsaison und der australische Sommer ist auch beliebt bei internationalen Camping Touristen. Als ich nun leider bei 3 Plätzen die Nachricht bekam, dass alle restlos ausgebucht seien, blieb mir wohl nichts anderes übrig als „wild“ zu campieren, wie es die Australier nennen. Man sucht sich einen geeigneten Parkplatz, wo zumindest WCs in der Nähe sind und entscheidet per Bauchgefühl, ob man dort auch die Nacht verbringen möchte.

Ich hielt erst mal auf einem öffentlichen BBQ Platz (Grillplatz) an, welche man hier in Australien zur Genüge findet. Man bringt einfach sein Essen mit, schaltet den öffentlichen Elektrogrill (kostenfrei) ein und schon kann es losgehen. Hierbei kommt man auch mit anderen Grillmeistern ins Gespräch und man kann seine Urlaubsgeschichten austauschen.

Kühlschrank ist aufgefüllt
Und eine BBQ Station neben dem Strand gefunden
Also stand dem Abendessen mit Blick auf den Surfstrand nichts mehr im Wege
Nicht der sauberste Grill aber dennoch Gratis 🙂

Nun war es an der Zeit die Reste vom Essen ( viel zu viel auf den Grill geworfen) aufzuräumen, den Kühlschrank wieder aufzufüllen und den Camper zum Übernachten vorzubereiten.

Die erste Nacht war demnach sehr gewöhnungsbedürftig, saukalt (11 Grad) und noch dazu regnete es laut aufs Dach, sodass man ab 3 Uhr Nachts fast kein Auge mehr zu brachte.