Tasmanien Tag 6

Am Vorabend im verschlafenen Küstendorf Strahan angekommen war es wieder mal eine ruhige Nacht im Camper neben dem Meer.

Früh morgens am Sonntag konnte man dann dieses entspannte Dorf mal bei einem Spaziergang und einem Morgenkaffee näher betrachten. Strahan selbst war ursprünglich mal ein wichtiger Hafen, um Mineralien und Rohstoffe vom Festland aufs Wasser zu transportieren. Heutzutage ist es ein wichtiger Touristenort im Westen, was auch als Wildnis Tasmaniens bezeichnet wird.

Weiter ging die Fahrt nun wieder zurück ins Landesinnere zum Dorf Rosebery, was für einen Europäer aus der „Zivilisation“ eigentlich unvorstellbar ist. Das Dorf liegt in einem wichtigen Rohstoffabbaugebiet mit zahlreichen Minen, wobei der Dorfkern gerade mal einen Bäcker, einen Greisslerladen, sowie ein Dorfpub für Stammgäste hat. Falls man mal mehr als Brot und Milch brauchen sollte, fährt man gleich mal mindestens eine Strecke von 3-4 Stunden um Zugang zu „normalen“ Geschäften zu haben.

Nach einem kurzen Besuch und einen Kaffee in der Dorfbäckerei konnte ich auch ein paar Worte mit einer Einheimischen wechseln. Diese erzählte mir, dass sie hier in der Region aufwuchs und in ihrem Leben vielleicht 5 mal in die Hauptstadt Hobart kam, was von hier etwa 4 Stunden Fahrt entfernt ist. Ansonsten kam sie bisher noch nirgendwo hin.

Da lernt man die Freiheit des Reisens und der Erkundung neuer Länder und Regionen erst wieder so richtig zu schätzen. Selbst die Reisefreiheit innerhalb Europas, wo man vom 3000er Gipfel in Österreich die Adriaküste Italiens oder Kroatiens innerhalb von wenigen Stunden erreicht und sich in einem komplett anderem Land mit unterschiedlicher Kultur befindet.

Nun ging es wieder ein wenig ans Wandern, was mich auf eine ca. 3 stündige Wanderung durch den Regenwald zu den Montezuma Falls führte.

Vom Regenwald ging die Fahrt dann retour in Richtung Hobart, welche mich durch pure Wildnis an einer weiteren Bergbaustadt namens Queenstown vorbeiführte. Auch hier fühlt man sich als wäre man vom Rest der Welt abgeschottet. Wenn man sich die Bevölkerungszahlen genauer ansieht, kann man auch feststellen, dass diese immer mehr sinken. Im Jahr 1900 noch über 5000 Bewohner sind es Heutzutage nur noch knappe 1700 Bewohner.

Nach dem kurzen Aufenthalt und einer Stärkung für die Fahrt ging es nun weiter in Richtung Hobart um meinen Koffer abflugbereit für den kommenden Tag nach Sydney zu machen.

Veröffentlicht von Patricks Welt

Patrick, 38 Jahre alt, aus ÖSTERREICH - derzeitiger Wohnort SCHWEIZ Weltreisender und Natur-Erkunder

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